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Unser Pferd
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Erstens kommt es anders...
Schon seit ich denken kann liebe ich Pferde. In der Familie haben wir oft gesprochen woher diese Zuneigung zu diesen wunderbaren Tieren kommt, denn weder mein Vater noch meine Mutter fühlen sich so stark zu diesen Tieren hingezogen, wie ich. Auch meine Geschwister hegen nicht diese Liebe zu Pferden.
Dennoch, anders als Freundinnen wollte ich nie ein eigenes Pferd. Zuviel Verantwortung, zu teuer, zu zeitintensiv und überhaupt kann man ein Pferd nicht mit ins Haus nehmen...
Später nahm ich Pferde in Beritt, nicht um sie auf Tunieren vorzustellen, sondern weil die Halter nicht mit klar kamen - sie diese aber nicht weggeben wollten, sie keine Zeit hatten oder einfach jemanden mit hohem Verantwortungsbewusstsein suchten, denen sie ihr Pferd anzuvertrauen konnten, während sie im Urlaub waren.
Mir reichte das - ein eigenes Pferd musste nicht sein. Wenn eigenes Pferd dann nur wenn ich die Zeit und das Geld hätte und das Pferd mit beidem bestens versorgen könnte. An Zeit fehlt es ständig, wenn man arbeiten geht, bzw. eine eigene Hundeschule und / oder selbst Hunde hat, die kein anderer wollte, weil zu schwierig, krank und dadurch zeit- und kostenintensiv.
Auch wollte ich nie eine Reitbeteiligung. Schon immer fand ich es daneben aus Kostengründen einen anderen Menschen an einem Pferd zu beteiligen. Außerdem kann man als Pferdehalter froh sein jemanden zu haben, der sich genauso lieb um das eigentlich ja fremde Pferd kümmert, wie man es selbst auch tut. (Dickes Dankeschön an Christine)
Also aus Vernunftsgründen kam für mich kein eigenes Pferd in Frage, aber manchmal wird man nicht gefragt, man muss handeln und nun ist es doch da: Das eigene Pferd, planlos ohne zu überlegen ja gesagt - zu einem Pferd das ich noch nie gesehen hatte, von dem ich nichts wusste und das nur kurzfristig bleiben sollte.
Mit dem Tag als wir sie vom Schlachter holten, am 04. Januar zog die Traberstute Stony in mein Herz ein..., ein Pferd - von seinem Besitzer lieblos dorthin gebracht, weil sie nicht mehr gewollt war und das sich jetzt in jeder Hinsicht zu einem Schatz entwickelt.
...als man zweitens meistens denkt....
Nun ist es so, dass ich noch weniger Zeit;-) noch weniger Geld ;-) und noch mehr Verantwortung ;-) habe. ABER auch einen weiteren Schatz auf 4 Pfoten - sorry 4 Hufen, eine Möglichkeit wirklich zu entspannen und eine weitere Möglichkeit des Lernens mit meinen eigenen Hunden habe.
Nun arbeiten wir wieder zu dritt, meine Jessy, mein Neptun und meine Stony. Wir befinden uns auf einem - auf unserem gemeinsamen Weg, der hoffentlich noch lange,lange geht.
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